Der DOKU e.V. sucht ein neues Atelierhaus für Künstlerinnen und Künstler in München oder dem nahen Umland

Der seit 1998 tätige Domagk Kunstunterstützung e.V. (DOKU) sucht ein neues Atelierhaus für etwa 40 bis 70 Künstlerinnen und Künstler. Die Initiatoren des DOKU e.V. bringen langjährige und weitreichende Erfahrung im Betrieb und Unterhalt von Atelierhäusern in Europas größter Künstlerkolonie in das neue Projekt mit ein.

Was wir suchen?  -  Fakten zum Atelierhaus:

Warum wir suchen? -  Motivation

Die Vernetzung von Künstlerinnen und Künstlern hat heute aus kreativer, aber auch ökonomischer Sicht einen großen Stellenwert. Damit soll kultureller Mehrwert geschaffen werden – durch gegenseitigen Austausch und Inspiration.

Dies will der DOKU durch den Betrieb eines Atelierhauses fördern und legt dabei Wert darauf, mit der sozialen und kulturellen Umgebung zusammen zu wirken.

Was ist der Hintergund? -  Aktueller Bedarf an künstlerischen Produktionsorten ist hoch.

Derzeit sind ca. 4000 freischaffende bildende Künstlerinnen und Künstler in München gemeldet (laut Künstlersozialkasse 2014, Kunstschaffende in München). Bereits jetzt besteht ein großer Bedarf an bezahlbaren Atelierräumlichkeiten.
Darüber hinaus werden im Jahr 2019 mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler des Städtischen Atelierhauses am Domagkpark aufgrund der Neubelegung auf der Suche nach einem neuen Atelier sein. Auch in anderen städtischen Atelierhäusern gilt das Rotationsprinzip, das nach vier bis fünf Jahren einen Wechsel der Mieter vorschreibt, wie auch bei den Atelierhäusern in der Dachauer Straße und der Baumstraße (ca. 50 weitere Ateliers). Städtischerseits existiert also nur ein auf Fluktuation und Kurzfristigkeit ausgerichtetes Konzept.
Die Künstlerinnen und Künstler brauchen jedoch Planungssicherheit, Zukunftsperspektiven und sichere Arbeitsorte. Ein unglaubliches künstlerisches Potential droht ansonsten ihrer Arbeitsgrundlage beraubt zu werden. Hier setzt der DOKU e.V. an.

Welche Zielgruppe bei den Mietern streben wir an? -  Belegung

Allein die Künstlerinnen und Künstler der drei städtischen Atelierhäuser wurden alle einjuriert und sind nicht nur deshalb professionelle, renommierte Kunstschaffende. Darüber hinaus steht ein großes Potential an Studenten und Absolventen der Akademien und Hochschulen der verschiedenen Kunst- und Kreativgattungen bereit, um einen Produktionsort als Basis für das künstlerische Schaffen zu bekommen. Durch die damit garantierte Nachfrage kann das gewünschte hohe Niveau an Professionalität und Kreativität im Atelierhaus.

Was wollen wir erreichen?  -  Zielsetzung

Wir schaffen günstigen Atelierraum in einer Stadt, in der jeglicher Mietraum per se teuer ist. Wir wollen das gemeinschaftliche Arbeiten von Kunstschaffenden unterstützen. Dies geschieht durch die gemeinschaftliche Nutzung von Werkstätten, Kommunikations- und Ausstellungsräumen, durch Kommunikation und Interaktion innerhalb der Ateliergemeinschaft, und durch Präsentation und Marketing nach außen.

Die Tradition der Selbstverwaltung in Eigenverantwortung soll wiederbelebt und fortgeführt werden – frei von Zwängen des Kunstmarktes. Diese Zielsetzung wird getragen von der Erfahrung, dass gemeinsamer Zusammenhalt stark macht und die kreativen und auch finanziellen Gestaltungsspielräume erweitert.

Wer ist der DOKU e.V.?  -  Der Initiator

Der DOKU e.V. wurde 1998 gegründet, um das Haus 49 in der ehemaligen Funkkaserne im Münchner Norden für die Kunstproduktion anzumieten. Der Verein hat bis 2009 das Haus betrieben und in Stand gehalten. Im Rahmen der Neubebauung der ehem. Funkkaserne zum heutigen Viertel am Domagkpark schloss sich der DOKU mit drei weiteren Kunstvereinen in der DomagkAteliers gGmbH zusammen. Die gGmbH betreibt seit 2009 das ehemalige Haus 50 und heute Städtische Atelierhaus am Domagkpark im Auftrag der Landeshauptstadt München.

Wer sind die Personen dahinter?  -  Vorstände

München, 14. August 2016